Über mich

Hal­lo Welt!


Christina im Theater
Chris­ti­na im Thea­ter

Ich bin Chris­ti­na, Jahr­gang 1963, im nor­ma­len All­tag ein ganz nor­ma­ler Mann mit Beruf, Fami­lie (im wei­te­ren Sin­ne), All­tag und all dem, was eben dazu­ge­hört. Und gleich­zei­tig jemand, der seit eini­gen Jah­ren immer stär­ker sei­ne weib­li­che Sei­te aus­lebt und sicht­bar macht.

Cross­dres­sing beglei­tet mich im Grun­de schon seit mei­ner Jugend, auch wenn ich damals weder ein Wort dafür hat­te noch offen dar­über spre­chen konn­te. Lan­ge Zeit blieb das ein sehr pri­va­ter Teil mei­nes Lebens. Erst spät begann ich, mich inten­si­ver damit aus­ein­an­der­zu­set­zen und schließ­lich auch öffent­lich dazu zu ste­hen.

Dabei geht es für mich nicht dar­um, eine Frau wer­den zu wol­len. Ich bin wei­ter­hin ein Mann und füh­le mich auch so. Aber ich habe irgend­wann gemerkt, dass Klei­dung, Far­ben, Stof­fe, For­men und auch bestimm­te Arten, mich aus­zu­drü­cken, für mich weit mehr bedeu­ten als rei­ne Funk­ti­on.

War­um soll­ten bestimm­te Klei­dungs­stü­cke aus­schließ­lich Frau­en vor­be­hal­ten sein? Frau­en tra­gen seit Jahr­zehn­ten selbst­ver­ständ­lich Hosen, Anzü­ge oder schwe­re Boots, ohne dass das jeman­den ernst­haft irri­tiert. Umge­kehrt reagie­ren vie­le Men­schen bis heu­te erstaun­lich stark dar­auf, wenn Män­ner Röcke, Klei­der oder High­heels tra­gen. Genau die­se Unter­schie­de und Zuschrei­bun­gen inter­es­sie­ren mich.

Im All­tag tre­te ich häu­fig bewusst sicht­bar als Mann in weib­lich gele­se­ner Klei­dung auf. Nicht immer per­fekt gestylt, nicht immer mit Make­up oder Perü­cke und oft ganz bewusst irgend­wo dazwi­schen. Gera­de das fin­de ich span­nend: dass Klei­dung Aus­druck sein kann, ohne dass man des­halb auto­ma­tisch in eine fes­te Schub­la­de pas­sen muss.

Mit die­sem Blog möch­te ich über mei­ne Erfah­run­gen, Gedan­ken und Beob­ach­tun­gen schrei­ben. Über Klei­dung und Kör­per­ge­fühl, über Sicht­bar­keit, über Vor­ur­tei­le, über Frei­heit und manch­mal auch ein­fach über die Freu­de an Stof­fen, Far­ben und For­men.

Ich möch­te dabei mög­lichst ehr­lich schrei­ben, auch über The­men, über die vie­le Cross­dress­er nur ungern spre­chen. Denn vie­les bleibt nur des­halb fremd oder miss­ver­stan­den, weil kaum offen dar­über gere­det wird.

Viel­leicht hilft die­se Sei­te dabei, man­ches ein klei­nes biss­chen ver­ständ­li­cher zu machen.